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19.9.

Termine

AUFSTAND DES UNGEHÖRTEN WISSENS – REVOLUTION (VER)LERNEN

DiskursformatDeutsch

An was denken wir bei dem Begriff Revolution? Wieso hat sich im historischen Gedächtnis das Bild eines vornehmlich weißen, atheistischen Cis-Manns als Revolutionär und Arbeiter eingeprägt? Wieso müssen migrantisierte Menschen und FLINTA* mehr denn je innerhalb links-politischer Kontexte um Sichtbarkeit und gegen rassistische und sexistische Strukturen kämpfen? Eröffnen wird den Abend die im Ruhrgebiet ansässige Aktivistin und Antifaschistin Aie Al Khaiat mit einem spoken word zu notwendigen Verlernprozessen innerhalb links-politischer Strukturen. Efsun Kızılay, Referentin bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung, wird einen historischen Einblick in migrantische Arbeitskämpfe der 70er Jahre des Ruhrgebiets, deren Ausschluss aus weißen Klassenkämpfen und daraus entwickelte Widerstandformen geben. Charly wird als Vertreter*in der anarchistischen Gruppe Dortmund über 10 Jahre queerfeministische Transformationsprozesse, praktische Selbstorganisation, Antifaschismus und Anarchie berichten.

Moderation: Leonie Adam

Gäste

Efsun Kızılay ist Politik, Sprach- und Kommunikationswissenschaftlerin und arbeitet als Referentin für Migration bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Ihre Schwerpunkte sind Erinnerungsarbeit, Kämpfe der Migration und Antirassismus. Als politische Aktivistin setzt sie sich für eine offene, gerechte und gleichberechtigte Gesellschaft ein. Ihre Arbeit zu Migration und Arbeitskämpfen wirft den Blick zurück in die Zeit der «Gastarbeiter*innen» und ihre Kämpfe in der BRD der 1970er Jahren, u.a. im Ruhrgebiet.

Aie Al Khaiat studierte Biomedizinerin und arbeitet in der Bundjugend als Projektkoordinatorin. Sie ist Wissenschaftlerin und politische Bildnerin. Als Aktivistin setzt sie sich vor allem gegen Rassismus, Kapitalismus und Sexismus ein. Zu diesem Themen gibt sie Workshops, designed Sticker, hält Vorträge, schreibt Reden, Artikel und Poetry Slam Texte. Wenn sie nicht auf Demos ist oder wütende Tweets verfasst, trinkt sie Kaffee mit Hafermilch und liest das Missy Magazine. Aie lebt und arbeitet im Ruhrgebiet. 

Charly* (xier) der Anarchistischen Gruppe Dortmund ist eine weiße, abled-bodied, nicht-akademische und nicht binäre transperson. Xier beschäftigt sich seit vielen Jahren mit unterschiedlichen politischen Themen, wobei der Fokus auf queeren, feministischen, antifaschistischen, anarchistischen und veganen Themen liegt. Charly hat über die Jahre sehr viel Erfahrung in selbstorganisierten Projekten und Gruppen gesammelt, kommt aus der Praxis und kennt Hürden in Prozessen der politischen Organisierung. Mensch ist seit vielen Jahren in der anarchistischen Gruppe Dortmund aktiv, eine offene hierarchiefrei organisierte Gruppe, die viele Veranstaltungen und Demonstrationen organisiert, Materialien und Texte zu anarchistischen Themen erarbeitet hat und Menschen in ihren Alltag unterstützt. Die Gruppe veranstaltet zum Beispiel einmal im Jahr das anarchistische Parkfest im Blücherpark in der Dortmunder Nordstadt und organisiert zu unterschiedlichsten Themen jeden 1. und 3. Donnerstag ein Angebot, das dann im Black Pigeon in Dortmund, einem anarchistischen Buchladen, stattfindet. Zusätzlich gibt die Gruppe jeden 1. Mittwoch im Monat eine Rechtsberatung zu den Themen ALG II & Co. Das Ziel der Anarchistischen Gruppe Dortmund ist es, Menschen die Fähigkeiten zu geben, ihr Leben kollektiv selbst zu bestimmen und konkrete Beispiele für andere gesellschaftliche Strukturen vorzuleben.

Taranta Babu

Humboldtstraße 44, 44137 Dortmund

Mo 19.9.
19:30–21:00
Taranta Babu